Fall 1 — Premium-Versandschachtel für Kosmetik: gebrochene Ecken bei 14.2%
- Kundentyp
- Versandschachtel für Geschenksets einer Premium-Beauty-Marke: 250 g/m² weiß gestrichenes Graupapier als Bezugspapier, kaschiert auf E-Wellpappe.
- Das Problem
- Beim vollständigen Umfalzen der dreilagigen Seitenwand um 180° brachen Bezugspapier und Farbschicht auf und legten die Wellpappenfasern darunter frei. 14.2% der Auflage wurden reklamiert. Zudem sprang der Deckel zurück und rastete nicht von selbst ein, und die Rilllinien delaminierten beim Falzen.
- Ursache
- Drei messbare Ursachen: Die Rilllinie war zu schmal, um die Wellenberge zu quetschen, sodass die Pappe an der Falzkante keinen Platz hatte; die Rille verlief in Wellenrichtung, wodurch die Pappe über der Biegung steifer wird; und die Winterluftfeuchte in der Werkstatt lag bei nur rund 35% r. F., wodurch die Pappenfeuchte unter 6% fiel und die Fasern schon vor dem Stanzen spröde wurden.
- Wie wir es gelöst haben
- Aus der einzelnen Rilllinie wurden zwei Rilllinien im Abstand von 2.0 mm. Die Rilllinie wurde auf eine abgerundete 6-pt-Linie umgestellt und der Rillkanal auf 4.0 mm verbreitert. Vor dem Stanzen wird die Pappe mit Wasser eingesprüht, sodass die Werkstatt 55%–65% r. F. hält und die Feuchte wieder auf 8%–10% steigt.
Lieferergebnis
Die Eckrisse gingen von 14.2% auf 0% zurück. Der Falzwiderstand sank um 55%, und die Packer schließen und verrasten die Versandschachtel heute von Hand, ohne Werkzeug oder Vorrichtung.
- 14.2% → 0% Eckrisse
- −55% Falzwiderstand
- Selbstverrastung von Hand, ohne Werkzeug